MARCHFELDER TIERNOTHILFE
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Internationaler Tierschutz – Engagement unter Kritik

7. Aug 2014

 

 

In den letzten Jahren wurde ich vermehrt mit der Kritik an Tierschutz über die Landesgrenzen hinaus konfrontiert. Im Folgenden möchte ich daher auf die gängigen Ansichten eingehen und hoffe, dass es anschließend noch Menschen mit Einsicht gibt.


„Unsere Tierheime sind voll, wieso importiert ihr auch noch Hunde?“

Es stimmt, dass viele Tierschutzorganisationen Hunde aus Tötungsstationen oder aus schrecklichen Situationen (durch Unfall verletzt oder von Menschen misshandelt) herausholen und dann versuchen in Österreich zu vermitteln. Und das ist auch gut so, denn andernfalls wartet nur der Tod auf die Tiere. Natürlich gibt es in unseren Tierheimen auch viele Hunde, aber bedeutet das, dass wir die Fälle einfach ignorieren sollten? Wenn ich mir das Leid nicht ansehe ist es auch nicht da? 

„Tiere aus dem Ausland sind verhaltensauffälliger und haben oft Krankheiten“

Ich weiß zwar nicht wer in diesem Fall eine Studie betrieben hat, aber an diesem „Gerücht“ ist kaum etwas dran. Hunde die aus dem Ausland kommen sind meist besser sozialisiert als unsere Hunde und zeigen sich meist auch ihr Leben lang sehr dankbar. Wenn der Hund jetzt nicht aufgrund eines Unfalls oder einer Misshandlung verletzt ist, so ist die Chance, dass er erkrankt, wahrscheinlich genauso hoch wie des Hundes vom Züchter. 

„Für Hunde aus dem Ausland spende ich sicher nicht“

Einem Hund eine Nationalität zuzuordnen und anschließend eine Priorität, ist für mich unverständlich. Wenn ich einen Schäferhund sehe, der bei einem Autounfall verletzt und neben der Straße liegengelassen wurde, dann ist mir egal ob er in Österreich oder in der Ukraine geboren wurde. Für mich ist wichtig, dass jemand da ist der ihn versorgt und seine Schmerzen lindert. Denken Sie nicht auch so?


Abschließend möchte ich noch sagen, dass viele diese Tierschützer sowohl im Ausland als auch in Ö / D arbeiten. Für sie ist das keine Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Sie opfern ihre Freizeit um das zu tun was für sie als „das richtige Handeln“ gilt und ich finde es schade, dass es nicht nur wenig Anerkennung findet, sondern die Menschen auch noch offen kritisiert werden.

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